Naturstrom

Pionierbepflanzung der Energiewende heißt: Strom vom Umweltverband

                                 © Privat                                        Andreas S. ist seit 2009 ehrenamtlich aktiv im BUND-Arbeitskreis Klima und Erneuerbare Energien (AK KLEE). Als Aktivist beim Berliner Energietisch hat er Tausende Unterschriften gesammelt und die ökologischen Statuten für das Volksbegehren mitentwickelt.

Wer sich für echten Ökostrom entscheidet, macht einen großen Schritt für den Klima- und Umweltschutz. Mitunter ist es aber nicht so leicht, knackiges und faules Gemüse auseinander zu halten. Bei vielen Anbietern tritt das Avocado-Syndrom auf, außen kräftig grün und innen blass. Da wird etwa Graustrom mit billigen Zertifikaten aus Norwegen und anderswo zu „Ökostrom“ umdeklariert, oder das Geld für den Grünstrom fließt letztlich in die Kassen von Atom- und Kohlekonzernen.

Mit NATURSTROM kann das nicht passieren. Das Unternehmen ist bereits 1998 von Öko-Aktivist*innen gegründet worden, weil es damals keinen bundesweiten Ökostrom-Anbieter gab. Die Pioniere der Energiewende sind den Bremsern in der Politik bis heute immer eine Nasenlänge voraus und haben niemals aufgegeben. Aktuell kämpfen die Naturstromer um Öko-Kraftwerke, denen in wenigen Monaten die Abschaltung droht, weil ihre Einspeisevergütung nach 20 Jahren ausläuft. Und das, obwohl sie noch voll funktionsfähig sind! Auch erste Solarparks, die ganz ohne EEG-Förderung auskommen, wurden 2020 neu in Betrieb genommen. Oder beim Gas: NATURSTROM war 2009 der erste Anbieter, der Biogas aus 100 Prozent Reststoffen auf den Markt gebracht hat – hergestellt nach dem strengen GrünesGasLabel.

Seite an Seite mit Bürgerenergie-Genossenschaften

Ich habe manchmal abfällige Bemerkungen gehört wie „Naturstrom ist ja eine AG“. Doch wer so denkt, greift zu kurz. Denn das Unternehmen gehört 1.460 Anteilseigner*innen, die zum größten Teil seit der Gründungszeit dabei sind und die Energiewende-Ziele voll unterstützen. Die AG ist auch nicht börsennotiert, und die Anteile werden nur privat gehandelt. Im Vergleich zu Genossenschaften und anderen Rechtsformen bietet eine AG zudem die größte Transparenz, weil Bilanzen und Geschäftsberichte veröffentlicht werden müssen.

Von Beginn an stand die enge Zusammenarbeit mit Energie-Genossenschaften und -Initiativen ganz oben auf der Agenda. NATURSTROM versteht sich als Bürgerenergie-Gesellschaft in Form einer AG und ist so komplett unabhängig von Konzernen, Verbänden oder politischen Mehrheitsverhältnissen. Bei Projekten werden die Bürger vor Ort beteiligt, Genossenschaften in ganz Deutschland erhalten Hilfe und Beratung. Und wenn es um mehr Chancen für die Bürgerenergie geht, kämpft NATURSTROM für verbesserte Rahmenbedingungen.

Endgültig überzeugt hat mich Naturstrom mit seinem starken Aktivitäten zum Ausbau der Energiewende auf allen Ebenen: Strom, Wärme, Mobilität und Quartiersversorgung (siehe auch Möckernkiez in Berlin). Beim Strom ist der Förderanteil zum Beispiel mit 1 bis 2 Cent pro Kilowattstunde höher als bei den meisten anderen Ökostrom-Anbietern. Mit diesem „Fördercent“ wurden bundesweit schon mehr als 300 bürgernahe Öko-Kraftwerke gebaut. Das qualifiziert NATURSTROM auch für das strenge GrünerStromLabel (GSL).

Bekenntnis zu Berlin

Für Berlin bietet Naturstrom neben dem Normaltarif eigenen Regionalstrom an. Die Energie stammt überwiegend aus einem Solarkraftwerk bei Brück und einer Windkraftanlage bei Werder (beide in Brandenburg). Außerdem werden Berliner Bildungsinitiativen wie das MACHmit! Museum im Prenzlauer Berg oder das SolarPowers-Projekt an der TU gefördert. Mit rund 30 Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle in der Kronenstraße (Mitte) ist der Ökostrompionier in der Stadt fest verwurzelt und engagiert sich seit vielen Jahren etwa durch seine Quartiersprojekte und Kooperationen mit Berliner Initiativen wie der Club Commission.

NATURSTROM ist einfach innen wie außen dunkelgrün.

Kontakt und weitere Infos:

Tel: 0157 / 3 4444 898

E-Mail: naturenergie@posteo.de