Bürgerwerke e.G.

Energiegenossenschaften holen die Kastanien aus dem Feuer, sagt Frauke

Frauke ist nicht nur Beraterin beim Berliner Energiecheck, sondern engagiert sich auch an den BUND Infoständen oder in der Abfallberatung

In Deutschland war die Energiewende in Bürgerhand bislang ein großer Erfolg: Die bis 2016 installierte Leistung an erneuerbaren Energien geht zu 42 Prozent auf Bürger*innen zurück – das ist fast drei Mal so viel wie alle Energiekonzerne zusammen auf den Weg gebracht haben.

Die Bürgerwerke eG sind dabei der größte Zusammenschluss von Energiegenossenschaften in Deutschland.  Sie bündeln die Energieerzeugung aus lokalen erneuerbaren Erzeugungsanlagen von Strom aus Wind und Sonne, einem Wasserwerk sowie nachhaltigem Ökogas aus organischen Abfällen.

Energie in Bürgerhand“ lautet der Wahlspruch der Mitglieder dieser Energiegenossenschaften, von denen sich in den letzten Jahren viele Hunderte gebildet haben, und die deutschlandweit den Ausbau erneuerbarer Erzeugungsanlagen „in Bürgerhand“ voranbringen. Der Strom wird von vielen kleinen Erzeugern, d.h. Photovoltaik- oder Windkraftanlagen, produziert. Die Bürgerwerke agieren als Dachgenossenschaft und ermöglichen es den kleinen dezentralen, von Bürgern betriebenen Erzeugungsanlagen, am Energiemarkt teilzunehmen. Dabei streben die Bürgerwerke an, den derzeitigen Standard, dass Strom aus privaten Wind- und Solaranlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ins Netz eingespeist werden, zu ändern und es dadurch allen Bürgern zu ermöglichen, sich mit gemeinschaftlich erzeugtem Strom selbst zu versorgen und neue Anlagen zukünftig unabhängiger von den politischen Rahmenbedingungen bauen zu können.

Die Bürgerwerke eG befinden sich zu 100 % im Eigentum von derzeit 96 Energiegenossenschaften aus ganz Deutschland, die zusammen über 450 dezentrale Erneuerbare-Energien-Anlagen betreiben. Sie arbeiten zu Selbstkosten, d.h. sie erwirtschaften keinen Gewinn, sondern investieren direkt in den Bau neuer Erneuerbare-Energien-Anlagen oder in das Umsetzen weiterer Energiewende-Projekte vor Ort.

Das Konzept der lokalen bürgerlichen Energiegenossenschaften verkörpert (aus meiner Sicht) das Prinzip einer demokratischen und dezentralen Energieversorgung, die es jedem ermöglicht, Ökostrom direkt vom Erzeuger zu beziehen und sich somit für die Energiewende und den Klimaschutz vor Ort einzusetzen. Sie sind außerdem ein super Beispiel für die breite Akzeptanz der Energiewende in der Gesamtbevölkerung. Sie bieten mit Solar-, Wind-, Wasser- und Bioenergie ein breites Spektrum von Ökostrom und Ökogas an, alles ausschließlich in Deutschland erzeugt.

Durch die regionale Erzeugung kann allerdings kein bundeseinheitlicher Tarif angeboten werden. Mit dem auf der Webseite verfügbaren Tarifrechner kannst Du direkt den für Deine Region und im Haushalt jährlichen Stromverbrauch gültigen Stromtarif bestimmen: – was ich auch gleich mal tun werde, da mich diese Idee einer wahren Energiewende von unten mit regional erzeugtem erneuerbarem Strom und den dahinterstehenden Energiegenossenschaften spontan überzeugt!

Die Bürgerwerke sind mit dem Grüne Strom-Label ausgezeichnet und ein vom TÜV Nord geprüfter und zertifizierter Ökostromanbieter.