OK Power

GASTBEITRAG von Florian Munder. Er ist Regionalmanager Energie bei der Verbraucherzentrale Berlin

Als Verbraucherschützer finde ich natürlich gut, dass zu den Pflicht-Kriterien neben klassischen Ökostrom-Eigenschaften  auch faire Vertragsbedingungen, wie zum Beispiel der Ausschluss von Vorkasse-Regelungen oder Mindestabnahmemengen, gehören. Darüber hinaus wählen die Stromanbieter aus einem Katalog verschiedener Wahlpflichtkriterien aus, über die der zusätzliche Beitrag zur Energiewende definiert wird.“

Als Energieberatung der Verbraucherzentrale empfehlen wir zwei Ökostrom-Labels, die ein Mindestmaß an Energiewendenutzen garantieren. Eines davon ist das OK-Power-Label. (Das andere findet ihr hier) Für die Zertifizierung eines Ökostrom-Tarifs durch OK-Power müssen zunächst verschiedene Pflicht-Kriterien erfüllt werden: Das umfasst die Herkunft des Stromes aus 100% erneuerbaren Quellen, das Verbot einer Beteiligung des Stromanbieters an Atomkraftwerken, Braunkohlekraftwerken und neuen Steinkohlekraftwerken, die Erfüllung ökologischer Anforderungen für die Ökostrom-Erzeugungsanlagen sowie verbraucherfreundliche Vertragsbedingungen.

Neben den Pflichtkriterien, die alle erfüllt werden müssen, stellt sich jeder Stromanbieter, der mit dem OK-Power-Label zertifiziert werden will, ein „Kriterienpaket“ aus fünf Schwerpunktbereichen zusammen. Diese sind: Förderung innovativer Energiewende-Projekte, Beschaffung aus zusätzlichen Neuanlagen, Initiierung und Betrieb von Erneuerbare-Energien-Neuanlagen, Anerkennung nicht bezuschlagter Neubauprojekte und Förderung des Weiterbetriebs ehemals geförderter Anlagen

Das Label wird vom gemeinnützigen Verein EnergieVision e.V. herausgegeben. Gründungsmitglieder sind der WWF, die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sowie das Öko-Institut Freiburg. Auch, wenn heute nicht mehr alle Gründungsmitglieder auch Vereinsmitglieder sind: das Label verbindet Umwelt- und Verbraucherschutz und erfüllt strenge Kriterien, die sowohl dem Klima als auch der Energiewende dienen.