Stromanbieter

Im deutschen Stromnetz sind sehr viele regionale und bundesweite Anbieter unterwegs, seitdem der Markt in den 90er Jahren liberalisiert wurde. Die Wirkung von Erneuerbaren Stromquellen, Anlagenanzahl und -größe, Exporten und Importen auf den Klimaschutzfaktor CO2/kWh kann man sich tagesaktuell hier ansehen. In Berlin gibt es über 400 Anbieter mit unterschiedlichen Tarifen. Trügerische „Ökostrom“-angebote, die keine empfehlenswerten Label tragen, sind genauso darunter wie Anbieter ohne Label, die wir aus BUND Perspektive dennoch empfehlen können. Aktive des BUND Berlin sprechen über die hier angeführten Anbieter, die in die engere Wahl kommen könnten (oder auch nicht).

So manche Verbraucher*innen fragen sich bestimmt, was denn nun wirklich aus der Steckdose kommt. Den Strommarkt kann man sich als großen See vorstellen. Aus verschiedenen Quellen fließt Strom in diesen See. Das heißt, sowohl Ökostrom als auch konventioneller Strom fließen in ein und dasselbe „Becken“, denselben Stromsee. Einmal im Stromsee angekommen, kann man Ökostrom und konventionellen Strom dann nicht mehr voneinander unterscheiden. Verbraucher*innen können also physikalisch betrachtet nicht steuern, was für Strom in ihrer Steckdose landet, da Strom nun mal elektrische Energie ist, egal aus welcher Quelle dieser stammt. Allerdings entscheidest Du durch die Wahl deines Stromtarifs wohin dein Geld fließt und kannst den Stromsee, zum Beispiel durch die Förderung von Energiewende-Projekten, grüner werden lassen. Wenn neben der klimafreundlichen Erzeugung auch noch die regionale Erzeugung dazukommt, arbeiten Produzent*innen und Konsument*innen gemeinsam an immer dezentraleren Lösungen, die letztlich stabilere  und leistungsfähige Stromnetze zur Folge haben.

Die Energiewende gelingt also nur durch das Zusammenwirken von Akteuren, die sich für neue Ideen öffnen, mit alten Überzeugungen brechen und die konsequent eine erneuerbare Energiezukunft fördern und einfordern.

Die Anbieter findest Du hier