beim Energietisch

Jens-Martin Rode

Der Berliner Energietisch ist ein zivilgesellschaftliches Bündnis aus zahlreichen Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen, welche sich für eine echte Energiewende nach den Kriterien “ökologisch. demokratisch und sozial” in Berlin stark machen. Der Energietisch arbeitet parteiunabhängig und auf Basis freiwilligen Engagements. Das Bündnis hatte nach dem Volksbegehren “Neue Energie für Berlin” für den Herbst 2013 ein Volksentscheid über die Rekommunalisierung der Berliner Stromversorgung erwirkt, ist aber trotz überwältigender Mehrheit der abgegebenen Stimmen für seine weitreichenden Forderungen am erforderlichen Abstimmungsquorum knapp gescheitert. Anlaß für das Volksbegehren war das Auslaufen der Berliner Stromnetzkonzession im Jahr 2014.

Nichtsdestotrotz hat auf den vom Energietisch erzeugten öffentlichen Druck mit knapp 600.000 Stimmen hin der Berliner Senat eine kommunale Netzgesellschaft gegründet, welche im immer noch laufenden Verfahren die reale Aussicht auf die Neuvergabe der Stromnetzkonzession hat. Zudem sind die “Berliner Stadtwerke” als neuer kommunaler Öko-Energieversorger entstanden, der zu einem maßgeblichen Akteure der Energiewende in Berlin ausgebaut werden soll. Die Stadtwerke bauen Windkraftanlagen im Berliner Umland, Mieterstrommodelle und Solaranlagen auf Berliner Dächern aus und bieten der Berliner Bevölkerung attraktiven Ökostrom an.

Viele Ziele des Berliner Energietisches stehen noch aus. Deswegen engagiert sich das Bündnis weiter, um sich sowohl für einen nach ehrgeizigen Klimazielen ausgerichteten Ausbau der Erneuerbaren Energien in Berlin einzusetzen, als auch mehr Transparenz, Bürgerbeteiligung und Verbraucher*innenschutz nach sozialen Kriterien zu fordern. Der Berliner Energietisch versteht sich als zivilgesellschaftliche Plattform hinsichtlich der Energieversorgung in Berlin und arbeitet dementsprechend aktuell auch an Themenfeldern wie der sozialverträglichen energetischen Gebäudesanierung.